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Kalendarischer Winteranfang

Am 21 bzw 22. Dezember ist kalendarischer Winteranfang. Zu diesem Zeitpunkt steht
die Sonne genau senkrecht über dem südlichen Wendekreis, rund 2600 Kilometer südlich
des Äquators. Dieser auch "Wintersonnenwende" genannte Zeitpunkt markiert auf der
Nordhalbkugel zugleich auch den kürzesten Tag und die längste Nacht des Jahres, denn die
Sonne hat auf ihrer jährlichen Bahn am Himmel die Stellung ihrer niedrigsten Mittagshöhe
über dem Horizont erreicht.
Von da an steigt sie anfangs noch beinahe unmerklich, dann ab Januar allmählich deutlicher
wahrnehmbar langsam wieder höher über den Horizont und die Tage werden wieder länger.
Bis zum Jahresende kommen zwar erst 6 Minuten Tageslicht hinzu, bis Ende Januar steht
unser Muttergestirn dann aber schon rund 75 Minuten länger über dem Horizont als jetzt.
Auf der Südhalbkugel der Erde ist es genau umgekehrt: Dort ist nun Sommeranfang und bei
langsam wieder abnehmender Tageslänge steht die heißeste Zeit des Jahres bevor.
In Europa beginnt dagegen etwa ab Weihnachten die kälteste Zeit des Jahres, denn die
Temperaturentwicklung hinkt dem astronomischen Strahlungsangebot stets um einige Wochen
hinterher. Anders als im oft neblig trüben Frühwinter gehen hochwinterliche Schönwetterlagen
vermehrt mit trockener Kaltluft einher. In sternklaren Nächten kann die Erde dann sehr viel
Wärme abstrahlen und es wird besonders kalt.