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Azorenhoch

Hochdruckgebiet im Bereich der Azoren. Gehört zum subtropischen Hohdruckgürtel der Nordhemisphäre der Erde.
Oft Ausgangspunkt für Schönwetterlagen in Mitteleuropa. Beeinflusst aber auch Westwettereinbrüche zusammen
mit dem Islandtief.

Zu manchen Zeiten weitet sich das Azorenhoch in Form eines Keiles bis nach Mitteleuropa aus; wenn sich eine
Hochdruckzelle ablöst, kann diese bis nach Skandinavien ziehen. Verbindet sich der Keil mit einem kontinentalen
Hoch (etwa über Russland), spricht man auch von Omegahoch (nach der Ω-förmigen, weit nordwärtigen Aus-
dehnung zwischen zwei Zentren) – eine solche hochstabile Lage hat etwa zu der Hitzewelle 2003 geführt, die
über zwei Wochen im August zu Temperaturen an die 40° in Mitteleuropa führte.

Auswirkungen

Sind im Winter Islandtief und Azorenhoch ausgeprägt und herrscht somit ein großer Luftdruckunterschied, so
entsteht eine milde Westwindlage, der Winter ist eher feucht. Bei einem geringen Druckunterschied hingegen
bestimmt die kalte, trockene Luft über Russland das Winterwetter Mitteleuropas.

Ab etwa April, wenn die Sonne in ihrem Zenit steigt und das Azorenhoch nach Norden wandert, wird vermehrt
Luft, welche sich über dem Golfstrom erwärmt hat, nach Europa transportiert.

Zum Herbstanfang, wenn die Temperaturen von Meer und Landmassen angeglichen sind, herrschen nur noch
geringe Luftdruckunterschiede: es stellt sich eine ruhige Wetterlage ein, und das Azorenhoch verlagert sich nach
Südwesteuropa.