2011
April war sehr sonnig und warm
Der April brachte es mit 238 Stunden
Sonnenschein auf eine ordentliche
Bilanz. Im Durchschnitt scheint um
diese Jahreszeit die Sonne nur ca.
170 Stunden. Was für die Sonnen-
hungrigen unter uns ein verfrühter
Sommer war, war bzw. ist für
die Natur eine Belastung, die lang-
sam an ihre Grenzen stößt. Seit
September letzten Jahres ist die
Regenbilanz in jedem Monat zu niedrig
ausgefallen. Rückblickend fielen im Zentralraum zwischen 50 bis 60 Prozent zu wenig
Regen, gemessen am Jahresdurchschnitt. Der Regenmesser hatte somit kaum Arbeit
im Gegensatz zum Thermometer. Dieser sorgt im April für ständig neue Höchsttempera-
turen. In Oberösterreich war Schärding am 22. April der Spitzenreiter mit 26,5 Grad, in
Pörtschach wurden sogar am 7. April hochsommerliche 29,9 Grad gemessen. Nur zur
Monatsmitte sorgte eine Kaltfront für eine kurze Hitzepause - hier fiel sogar der Schnee
wieder auf bis 500m herab. Der Kältepol war Freistadt mit minus 2,4 Grad - in Obergurgl
(Tirol) waren es gar minus 7,7 Grad. Das seit Wochen extrem trockene Wetter wird für
Oberösterreichs Landwirtschaft zum Problem: Raps, Wintergerste und das Grünland be-
nötigen dringend große Regenmengen, um Dürreschäden zu verhindern.
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